Zu glatt, zu leer, zu egal: Warum Recruiting-Werbung die Wahrheit braucht und was die Wahrheit überhaupt ist
Gestern kam eine Radiomeldung: Bis zu 17 Prozent Ausbildungsabbrecher bei der Bayerischen Polizei.
Da fragt man sich: Was wäre eigentlich passiert, wenn diese 17 Prozent schon vorher ein realistisches Bild von der Ausbildung gehabt hätten?
Vermutlich hätten sie sich gar nicht erst beworben. Was gut gewesen wäre. Weil sich dann alle Beteiligten eine Menge Zeit und Energie gespart hätten.
Was heißt das für die Recruiting-Kommunikation?
Fangen wir damit an, sie weniger glatt zu machen. Denn im Moment steht überall dasselbe: Kein Tag ist wie der andere – spannende Aufgaben in einem dynamischen Team – du kannst dich gut entwickeln.
Gähn.
Aber was stattdessen? Konkrete Bilder! Sprachliche Bilder sind gemeint, nicht Fotos.
Was passiert an einem normalen Dienstag? Woran arbeitet man? Mit wem? Was macht Spaß? Und was nervt?
So wird der Job greifbar. Mal ist er großartig, mal anstrengend, mal überraschend, mal monoton. Es gibt Anforderungen, Highlights, Routinen, Druck. All das wollen wir in Wahrheit wissen, wenn wir uns ernsthaft für einen Job interessieren.
Doch diese Seiten tauchen in der Recruiting-Werbung nicht auf – man hält es lieber schwammig, weil man nicht abschrecken möchte. Dann reimen sich Bewerber irgendetwas zusammen und sind überrascht, wenn die Realität zuschlägt.
Also: Erzählen wir die ganze Geschichte. Denn wer dazu ja sagt, auch zum nicht-glamourösen Teil, der passt. Und bleibt!
Ihr braucht Unterstützung beim Entwickeln eurer Recruiting-Kommunikation?
Aber gerne. Meldet euch einfach bei mir.
Sibylle Frank
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